HPSCHD

für verstärkte Cembali
und Tonbänder (1967-69)

John Cage, Lejaren Hiller

 

Computer-composed and computer-generated music programmed by John Cage and Lejaren Hiller during 1967-69 was premiered in a spectacular five-hour intermedia event called HPSCHD (computer abbreviation for Harpsichord) at the University of Illinois in May, 1969. Computer-written music consisted of twenty- minute solos for one to seven amplified harpsichords, based on Mozart's whimsical Dice Game music (K. Anh. C 30.01), one of the earliest examples of the chance operations that inform Cage's work. Computer-generated tapes were played through a system of one to fifty-two loudspeakers, each with its own tape deck and amplifier, in a circle surrounding the audience. Cage stipulated that the compositions were to be used "in whole or in part, in any combination with or without interruptions, to make an indeterminate concert of any agreed-upon length."

Galerie der hochschule für Künste, 15. November 2012

HPSCHD von John Cage und Lejaren Hiller wurde 1969 uraufgeführt und markierte damals einen überbordenden, optimistischen Aufbruch in das Computerzeitalter: Digital erzeugte Tonbänder und Solo-Partien für Cembali bildeten einen pulsierenden Klangkosmos, aus dem durch hinzugefügte Film- und Diaprojektionen (vor allem mit Weltall-Motiven) ein spektakuläres audiovisuelles Environment wurde.
Die Bremer Version anlässlich des 100. Geburtstags von Cage im Jahr 2012 arbeitet mit fünf Cembali und 21 Lautsprechern, deren räumliche Konstellation in der Galerie der Hochschule für Künste mit Hilfe des I Ging bestimmt wurde. Statt den Blick in den Weltraum zu richten, erkunden die Projektionen den Klang und den Aufführungsraum selbst und erzeugen gerade auf diese Weise ein intensives Wechselspiel von Mikro- und Makrokosmos.

Konzert /Installation (150 Min.)

Musikalische Realisation

Studierende und Lehrende
des Fachbereichs Musik
(Koordination: Kilian Schwoon)

Cembali
Detlef Bratschke
Sachiko Kawakatsu
Carsten Lohff
Alina Rotaru
Eri Suzuki

Audioprogrammierung
Jan Meßtorff, Anton Wassiljew

Sound System (Konzept und Realisation)
Ivan Andrianov, Cheng-Wen Chen, Vinicius Giusti, Jieun Jun, Jan Meßtorff, Alexander Müller, Anton Wassiljew

Audiotechnik:
Matthias Nordhorn, Ali Isçiler

 

Bild/Raum

Studierende des Atelier für Zeitmedien
(Klasse Jean-François Guiton, Freie Kunst)

Sanaz Azizi, Katharina Kreutzkamp,
Roshan Margraf, Gustavo Méndez López,
Nora Olearius, Daniel Neubacher,
Nhu Nguyen, Reto Spring,
Ilka Wietzke, Lukas Zerbst.

Koordination
Jean-François Guiton

Bildmontage
Nhu Nguyen

Computer Animation
Daniel Neubacher

Modell
Reto Spring

 

Dokumentation

Kamera
Katharina Kreutzkamp
Ilka Wietzke
Sanaz Azizi

Schnitt
Sanaz Azizi
Gustavo Méndez López

 

Eine Kooperation
des Atelier Neue Musik und des Atelier für Zeitmedien